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Revision im Verrechnungssteuergesetz ab 01.01.2019

Im Anschluss an ein Bundesgerichtsurteil hat sich die Verrechnungssteuer zu einer steuerlichen «Bombe» entwickelt, indem unter Umständen bei voller Besteuerung bei den Einkommensteuern die Rückerstattung der Verrechnungssteuern verweigert wurde und zusätzlich ein Strafverfahren eröffnet wurde. 

Das war der Fall, wenn ein verrechnungssteuerpflichtiger Ertrag nicht in der Einkommenssteuererklärung deklariert wurde. 
Ebenfalls wurde bei nicht fristgerechter Meldung (30 Tage nach Fälligkeit) im Konzernverhältnis das sogenannte Meldeverfahren verweigert mit empfindlichen Liquiditäts- und Verzugszinsfolgen. Aufgrund von parlamentarischen Vorstössen wurde dies nun korrigiert mit der Folge einer  Revision von Art. 23 des Verrechnungssteuergesetzes, gültig ab 01.01.2019 mit Rückwirkung auf alle offenen Fälle ab 2014.

Falls fahrlässig ein Ertrag mit Anspruch auf Rückerstattung bei der Abgabe der Steuererklärung nicht deklariert wurde, kann dies bis das Veranlagungs- ,Revisions- oder Nachsteuerverfahren noch nicht rechtskräftig erfolgt ist, nachträglich gemacht werden. Die Rückerstattung der Verrechnungssteuer  wird dann noch gewährleistet.